3D medical animation skin layers, tags: junges blut & - CC BY-SA

Anti-Aging-Durchbruch: Junges Blutserum und Knochenmark können die Haut verjüngen

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht im Fachjournal Aging, beschreibt eine Entdeckung, die bestehende Ansätze zur Hautverjüngung und Anti-Aging-Behandlung grundlegend verändern könnte.

Forschende der Beiersdorf AG in Hamburg unter Leitung von Johanna Ritter und Elke Grönniger haben gezeigt, dass bestimmte Bestandteile jungen menschlichen Blutserums die Haut verjüngen können – allerdings nur, wenn Knochenmarkzellen beteiligt sind.

Proteine mit eindeutigem Anti-Aging-Effekt identifiziert

Das Team entwickelte ein fortschrittliches „Organ-on-a-Chip“-System, das den menschlichen Blutkreislauf nachbildet und ein 3D-Hautmodell mit einem 3D-Knochenmarkmodell verbindet.

Dabei zeigte sich: Allein angewendet stellte junges Serum die Vitalität der Haut nicht wieder her. Erst in Kombination mit Knochenmarkzellen regte es die Freisetzung von Proteinen an, die die Hautgesundheit verbesserten.

Eine detaillierte Analyse ergab, dass junges Serum das Knochenmark zur Produktion von 55 altersassoziierten Proteinen anregte, von denen sieben einen eindeutigen Anti-Aging-Effekt zeigten.

Diese Proteine beschleunigten die Zellteilung, kurbelten die Kollagenproduktion an, verbesserten die Mitochondrienfunktion und erhöhten die Fähigkeit, sich in fettähnliche Zellen umzuwandeln – alles Faktoren, die die regenerative Flexibilität fördern und zu einem jugendlicheren Erscheinungsbild beitragen.

Die Rolle des Knochenmarks für die Hautgesundheit

Knochenmark spielt eine Schlüsselrolle bei der Hautverjüngung, weil es als Reservoir für Zellen dient, die auf junges Blutserum mit der Ausschüttung verjüngender Proteine reagieren.

Ohne die Interaktion zwischen Haut- und Knochenmarkzellen traten diese regenerativen Effekte nicht auf. Das deutet darauf hin, dass Knochenmarkzellen notwendig sind, um Blutsignale in positive Wirkungen auf andere Gewebe zu übersetzen.

Die Ergebnisse stammen zwar aus präklinischen Studien, liefern aber vielversprechende Hinweise auf neue Strategien in der regenerativen Medizin und Hautpflege – und könnten zu neuartigen Anti-Aging-Therapien führen.

Die Forschenden betonen, dass weitere Studien nötig sind, um die Effekte beim Menschen zu bestätigen und herauszufinden, wie die Proteine sicher in künftigen Behandlungen eingesetzt werden können.

Der Durchbruch könnte den Weg für personalisierte Hautpflege ebnen, die das regenerative Potenzial des eigenen Körpers nutzt.

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Tom Ryan

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