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Neue Medikamenten-Kombination verlängert die Lebensspanne von Mäusen um mehr als 30 Prozent und macht Hoffnung auf gesundes Altern

Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts in Deutschland hat herausgefunden, dass die Kombination zweier Krebsmedikamente—Rapamycin und Trametinib—sowohl Lebensspanne als auch Gesundheit von Mäusen deutlich verbessern kann. Die in Nature Aging veröffentlichte Studie zeigt, dass eine Doppeltherapie das Altern verzögern und altersbedingte Erkrankungen reduzieren könnte. Obwohl diese Ergebnisse aus Tierversuchen stammen, liefern sie vielversprechende Hinweise darauf, wie sich Alterungsprozesse eines Tages auch beim Menschen verlangsamen ließen.

So wirken die Medikamente zusammen

Die Forschenden testeten jedes Mittel einzeln und anschließend in Kombination. Rapamycin allein verlängerte die Lebensdauer der Mäuse um rund 17 bis 18 Prozent, während Trametinib einen eher moderaten Zuwachs von 7 bis 16 Prozent brachte. Zusammengenommen fielen die Ergebnisse jedoch deutlich stärker aus: Weibliche Mäuse gewannen 35 Prozent an mittlerer Lebensspanne, männliche 27 Prozent. Im Schnitt stieg die Lebensdauer damit um etwa 30 Prozent.

Die Effekte lassen sich vermutlich darauf zurückführen, dass beide Wirkstoffe unterschiedliche zelluläre Alterungswege angreifen. Rapamycin hemmt mTOR, ein Protein, das Zellwachstum und Alterungsprozesse steuert. Trametinib blockiert den MEK/ERK-Signalweg, der Zellteilung und Tumorwachstum beeinflusst. Gemeinsam führten sie zu Veränderungen in der Genaktivität, die bei einer Einzelgabe nicht auftraten.

Mehr Gesundheit neben längerer Lebensdauer

Mäuse, die beide Medikamente erhielten, lebten nicht nur länger – sie blieben auch länger gesund. Sie entwickelten weniger Tumoren, wiesen niedrigere Entzündungswerte auf und zeigten bessere Funktionen wichtiger Organe wie Herz, Gehirn und Nieren. Auch ihre Beweglichkeit und kognitiven Fähigkeiten nahmen langsamer ab als bei unbehandelten Tieren.

Was das für den Menschen bedeuten könnte

Da beide Wirkstoffe in den USA und der EU bereits zugelassen sind, gehen die Forschenden davon aus, dass klinische Studien am Menschen bald möglich sein könnten.

Zusätzliche Nebenwirkungen traten bei der Kombinationstherapie bislang nicht auf, dennoch ist weitere Forschung nötig. Ziel ist nicht, die menschliche Lebensspanne drastisch zu verlängern, sondern Gesundheit und Selbstständigkeit im Alter zu verbessern.

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Tom Ryan

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